Flying Flea C6: Elektro-Royal-Enfield startet in Europa

Flying Flea C6: Elektro-Royal-Enfield startet in Europa

Die Flying Flea C6 kommt nach Europa. 104 km WMTC-Reichweite, 115 km/h Spitze und umfangreiche Vernetzung treffen auf ein Design mit historischen Wurzeln.

Mit der Flying Flea C6 bringt Royal Enfields Elektromotorradmarke ihr erstes Modell nach Europa und Großbritannien. Nach dem Start in Indien soll die FF.C6 nun schrittweise in Paris, Barcelona, Rom, Berlin und London erhältlich sein. Die ersten Auslieferungen seien für Oktober 2026 vorgesehen.

Flying Flea C6: Elektro-Zweirad statt E-Bike

Flying Flea positioniert die C6 ausdrücklich als Alternative zum E-Bike. Der Einstiegspreis liegt in Europa bei 5.990 Euro. Dafür gibt es ein Elektromotorrad mit 15,4 kW Spitzenleistung, 60 Nm maximalem Drehmoment, 115 km/h Höchstgeschwindigkeit, 3,91-kWh-Batterie und einer angegebenen WMTC-Reichweite von 104 Kilometern. In Deutschland soll der Vertrieb über das e-Drive Center der Green City Mobility GmbH in Berlin erfolgen.

Die ersten Erfahrungen gibt es laut Royal Enfield bereits aus Indien. B. Govindarajan, Managing Director von Eicher Motors und CEO von Royal Enfield, erklärt, Kundinnen und Kunden hätten dort innerhalb der ersten drei Monate mehr als 100.000 Kilometer mit der FF.C6 zurückgelegt. Für Europa und Großbritannien soll der Marktstart schrittweise erfolgen, wobei Royal Enfield laut Govindarajan zunächst Wert auf Vertriebs-, Service- und Ladeinfrastruktur lege.

Flying Flea C6 Design: Rückgriff auf die 1940er-Jahre

Der Name Flying Flea ist nicht neu. Die FF.C6 soll die Formensprache der ursprünglichen Flying Flea aus den 1940er-Jahren aufnehmen und mit moderner Elektrofahrzeugtechnik kombinieren. Besonders auffällig ist die Trapezgabel aus geschmiedetem Aluminium. Sie wurde laut Hersteller als Weiterentwicklung der historischen Konstruktion umgesetzt. Auch der Rahmen greift Elemente der ursprünglichen Flying Flea auf, während geschmiedetes Aluminium und moderne Fertigungsverfahren die technische Seite der Neuinterpretation bilden.

Eine ähnliche Verbindung soll sich bei den Kühlrippen der Batterie zeigen. Die versetzt angeordneten vorderen Rippen symbolisieren laut Flying Flea Innovation, die hinteren Tradition. In der Mitte gehen beide Linien in ein flügelförmiges Element über. Erhältlich ist die Flying Flea C6 in Flea Green, Storm Black und Parachute White.

Praktisch gedacht wurde auch bei der Ergonomie: Der Soziussitz lässt sich abnehmen, zusätzlich sind die Fußrasten verstellbar. Damit soll sich die Sitzposition an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen.

Flying Flea C6 mit Fleaware OS und Touchscreen

Ein wesentlicher Teil des Konzepts steckt in der Software. Flying Flea verwendet mit Fleaware OS eine eigene Adaption von Android Automotive OS. Ergänzt wird das System durch die Flying Flea App. Die Software soll kontinuierlich aus dem Fahrverhalten lernen und dadurch eine individuelle Abstimmung ermöglichen. Over-the-Air-Updates sollen neue beziehungsweise aktualisierte Software direkt auf das Motorrad bringen.

Zentrale Schnittstelle ist ein TFT-Touchscreen. Zusätzlich lässt sich die Oberfläche über einen Joystick bedienen. Home- und Zurück-Taster sowie eine programmierbare Taste ergänzen das Bedienkonzept. Eine drehbare Schaltereinheit soll den Wechsel zwischen den Fahrmodi ermöglichen. Laut Hersteller werde eine solche Lösung erstmals in dieser Fahrzeugklasse eingesetzt. Ebenfalls an Bord sind Tempomat und Sprachassistenz.

Damit bekommt das kleine Elektro-Zweirad ein ordentliches Mäusekino spendiert. Ob die Vielzahl der Funktionen im täglichen Stadtverkehr tatsächlich intuitiv funktioniert und nicht eher ablenkt, lässt sich jedoch erst nach einem Praxistest beurteilen.

Flying Flea C6 Leistung: 15,4 kW und 60 Nm

Der Elektromotor erreicht laut Hersteller 15,4 kW Spitzenleistung bei 3.500 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 60 Nm, die Höchstgeschwindigkeit 115 km/h. Die Energie liefert eine 3,91-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Sie sitzt in einem Gehäuse aus Magnesiumlegierung und wird per Luftkühlung temperiert. Die WMTC-Reichweite gibt Flying Flea mit 104 Kilometern an.

Beim Verzögern soll ein Rekuperationssystem Energie zurückgewinnen und damit zur Reichweite beitragen. Wie stark die Rekuperation im realen Verkehr eingreift und welche Reichweiten sich im Pendlerbetrieb tatsächlich erzielen lassen, bleibt einem Test vorbehalten. Bei den Assistenzsystemen bietet die Flying Flea C6 schräglagensensibles ABS und Traktionskontrolle. Hinzu kommt die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrmodi über die drehbare Schaltereinheit auszuwählen.

Flying Flea C6 laden: 20 bis 80 Prozent in gut einer Stunde

Für das Laden stehen drei Einstellungen bereit: Rapid, Standard und Trickle. Damit sollen Ladezeit, Effizienz und Batterienutzung beeinflusst werden können. Dank Onboard-Ladegerät lässt sich die FF.C6 laut Hersteller an einer herkömmlichen 16-A-Haushaltssteckdose laden. Die Hochvoltarchitektur ermögliche darüber hinaus schnelleres Laden. Eine langsame Ladeeinstellung soll wiederum die Batterie schonen.

Von 20 auf 80 Prozent soll der Ladevorgang etwas mehr als 60 Minuten dauern. Flying Flea nennt dabei als Orientierung einen Reichweitengewinn von rund einem Kilometer pro Lademinute. Ein softwaregesteuertes Lademanagement erlaubt die Kontrolle des Ladevorgangs. Gerade hier zeigt sich die Ausrichtung des Motorrads deutlich. Mit 3,91 kWh bleibt die Batterie vergleichsweise kompakt, gleichzeitig fällt auch die angegebene Reichweite entsprechend überschaubar aus. Für welche Pendelprofile diese Kombination gut aufgeht, wird sich in der Praxis zeigen müssen.

 

 

 

Die Flying Flea C6 kommt nach Europa. 104 km WMTC-Reichweite, 115 km/h Spitze und umfangreiche Vernetzung treffen auf ein Design mit historischen Wurzeln.


Mit der Flying Flea C6 bringt Royal Enfields Elektromotorradmarke ihr erstes Modell nach Europa und Großbritannien. Nach dem Start in Indien soll die FF.C6 nun schrittweise in Paris, Barcelona, Rom, Berlin und London erhältlich sein. Die ersten Auslieferungen seien für Oktober 2026 vorgesehen.

Flying Flea C6: Elektro-Zweirad statt E-Bike

Flying Flea positioniert die C6 ausdrücklich als Alternative zum E-Bike. Der Einstiegspreis liegt in Europa bei 5.990 Euro. Dafür gibt es ein Elektromotorrad mit 15,4 kW Spitzenleistung, 60 Nm maximalem Drehmoment, 115 km/h Höchstgeschwindigkeit, 3,91-kWh-Batterie und einer angegebenen WMTC-Reichweite von 104 Kilometern. In Deutschland soll der Vertrieb über das e-Drive Center der Green City Mobility GmbH in Berlin erfolgen.

Die ersten Erfahrungen gibt es laut Royal Enfield bereits aus Indien. B. Govindarajan, Managing Director von Eicher Motors und CEO von Royal Enfield, erklärt, Kundinnen und Kunden hätten dort innerhalb der ersten drei Monate mehr als 100.000 Kilometer mit der FF.C6 zurückgelegt. Für Europa und Großbritannien soll der Marktstart schrittweise erfolgen, wobei Royal Enfield laut Govindarajan zunächst Wert auf Vertriebs-, Service- und Ladeinfrastruktur lege.

Flying Flea C6 Design: Rückgriff auf die 1940er-Jahre

Der Name Flying Flea ist nicht neu. Die FF.C6 soll die Formensprache der ursprünglichen Flying Flea aus den 1940er-Jahren aufnehmen und mit moderner Elektrofahrzeugtechnik kombinieren. Besonders auffällig ist die Trapezgabel aus geschmiedetem Aluminium. Sie wurde laut Hersteller als Weiterentwicklung der historischen Konstruktion umgesetzt. Auch der Rahmen greift Elemente der ursprünglichen Flying Flea auf, während geschmiedetes Aluminium und moderne Fertigungsverfahren die technische Seite der Neuinterpretation bilden.

Eine ähnliche Verbindung soll sich bei den Kühlrippen der Batterie zeigen. Die versetzt angeordneten vorderen Rippen symbolisieren laut Flying Flea Innovation, die hinteren Tradition. In der Mitte gehen beide Linien in ein flügelförmiges Element über. Erhältlich ist die Flying Flea C6 in Flea Green, Storm Black und Parachute White.

Praktisch gedacht wurde auch bei der Ergonomie: Der Soziussitz lässt sich abnehmen, zusätzlich sind die Fußrasten verstellbar. Damit soll sich die Sitzposition an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen.

Flying Flea C6 mit Fleaware OS und Touchscreen

Ein wesentlicher Teil des Konzepts steckt in der Software. Flying Flea verwendet mit Fleaware OS eine eigene Adaption von Android Automotive OS. Ergänzt wird das System durch die Flying Flea App. Die Software soll kontinuierlich aus dem Fahrverhalten lernen und dadurch eine individuelle Abstimmung ermöglichen. Over-the-Air-Updates sollen neue beziehungsweise aktualisierte Software direkt auf das Motorrad bringen.

Zentrale Schnittstelle ist ein TFT-Touchscreen. Zusätzlich lässt sich die Oberfläche über einen Joystick bedienen. Home- und Zurück-Taster sowie eine programmierbare Taste ergänzen das Bedienkonzept. Eine drehbare Schaltereinheit soll den Wechsel zwischen den Fahrmodi ermöglichen. Laut Hersteller werde eine solche Lösung erstmals in dieser Fahrzeugklasse eingesetzt. Ebenfalls an Bord sind Tempomat und Sprachassistenz.

Damit bekommt das kleine Elektro-Zweirad ein ordentliches Mäusekino spendiert. Ob die Vielzahl der Funktionen im täglichen Stadtverkehr tatsächlich intuitiv funktioniert und nicht eher ablenkt, lässt sich jedoch erst nach einem Praxistest beurteilen.

Flying Flea C6 Leistung: 15,4 kW und 60 Nm

Der Elektromotor erreicht laut Hersteller 15,4 kW Spitzenleistung bei 3.500 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 60 Nm, die Höchstgeschwindigkeit 115 km/h. Die Energie liefert eine 3,91-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Sie sitzt in einem Gehäuse aus Magnesiumlegierung und wird per Luftkühlung temperiert. Die WMTC-Reichweite gibt Flying Flea mit 104 Kilometern an.

Beim Verzögern soll ein Rekuperationssystem Energie zurückgewinnen und damit zur Reichweite beitragen. Wie stark die Rekuperation im realen Verkehr eingreift und welche Reichweiten sich im Pendlerbetrieb tatsächlich erzielen lassen, bleibt einem Test vorbehalten. Bei den Assistenzsystemen bietet die Flying Flea C6 schräglagensensibles ABS und Traktionskontrolle. Hinzu kommt die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrmodi über die drehbare Schaltereinheit auszuwählen.

Flying Flea C6 laden: 20 bis 80 Prozent in gut einer Stunde

Für das Laden stehen drei Einstellungen bereit: Rapid, Standard und Trickle. Damit sollen Ladezeit, Effizienz und Batterienutzung beeinflusst werden können. Dank Onboard-Ladegerät lässt sich die FF.C6 laut Hersteller an einer herkömmlichen 16-A-Haushaltssteckdose laden. Die Hochvoltarchitektur ermögliche darüber hinaus schnelleres Laden. Eine langsame Ladeeinstellung soll wiederum die Batterie schonen.

Von 20 auf 80 Prozent soll der Ladevorgang etwas mehr als 60 Minuten dauern. Flying Flea nennt dabei als Orientierung einen Reichweitengewinn von rund einem Kilometer pro Lademinute. Ein softwaregesteuertes Lademanagement erlaubt die Kontrolle des Ladevorgangs. Gerade hier zeigt sich die Ausrichtung des Motorrads deutlich. Mit 3,91 kWh bleibt die Batterie vergleichsweise kompakt, gleichzeitig fällt auch die angegebene Reichweite entsprechend überschaubar aus. Für welche Pendelprofile diese Kombination gut aufgeht, wird sich in der Praxis zeigen müssen.

 

 

 

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