Enduro Himalayan 2021

Royal Enfield hat jetzt die modellgepflegte Enduro Himalayan vorgestellt. Neben kleineren optischen Retuschen bringt die Auffrischung vor allem ein Navigationssystem mit.

In Indien wurde jetzt die neue Himalayan vorgestellt, wobei "die Neue" übertrieben klingt, handelt es sich doch mehr um eine gezielte Modellpflege für das Modelljahr 2021, die notwendig war, um die Enduro an die aktuellen Emissionsvorschriften – für Indien wie auch für Europa – anzupassen. Die Europa-Modelle sollen noch im Frühjahr 2021 zu den Händlern rollen.

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Mechanisch unverändert übernommen wurde der 411 cm³ große luftgekühlte Einzylinder. Für den indischen Markt gibt der Hersteller unverändert 24,3 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 32 Nm an. Für die Europa-Version mit Euro 5-Einstufung nennt der Hersteller 24 PS und 32 Nm. Damit ist die fahrfertig 199 Kilogramm schwere Himalayan bis zu 127 km/h schnell.

Am Fahrwerk mit 200 mm Federweg vorn und 180 mm Federweg hinten wurden ebenfalls keine Veränderungen vorgenommen. Es bleibt bei den 21 und 17 Zoll großen Drahtspeichenrädern mit Reifen der Größe 90/90 vorn und 120/90 hinten. Unverändert präsentiert sich auch die Bremsanlage mit 300er Scheibe vorn und 240er Disc hinten.

Serienmäßig mit Navigationssystem

Die Himalayan übernimmt das Tripper-System der Meteor 350.

Kommen wir zu dem, was sich geändert hat: Leicht modifiziert wurden die Sturzbügel sowie der Gepäckträger. Mit einer leicht veränderten Form tritt das neue Windschild an. Die angepasste Sitzbank soll nun mehr Komfort bieten. Die wichtigste Neuerung ist aber die serienmäßige Turn-by-turn-Navigation, die Royal Enfield schon bei der neuen Meteor 350 eingeführt hat. Die sitzt im Cockpit, navigiert mit Google Maps und bindet Smartphones per Bluetooth und einer Royal Enfield-App ein.

Neu sind auch drei Farbvarianten. Dazu gehören Granite Black, Mirage Silver und Pine Green. Zusammen mit diesen neuen Lackierungen wurden die Farben Gravel Grey, Lake Blue und Rock Red des Vorgängermodells übernommen. Die neue Himalayan fährt also in insgesamt sechs Farben vor.

In Indien startet die Royal Enfield Himalayan zum Modelljahr 2021 zu Preisen ab umgerechnet rund 2.700 Euro. In Deutschland starten die einfarbigen Variante bei 4.790 Euro, zweifarbig ist die Himalayan ab 5.170 Euro zu haben.

 


Die brandneue Meteor 350

Royal Enfield bringt in Indien die brandneue Meteor 350 als Nachfolger der Thunderbird 350 auf den Markt. Das neue Modell kommt 2021 auch auf den europäischen Markt.

Mit der Vorstellung der Meteor erweitert Royal Enfield sein Produktportfolio um ein neues 350er-Modell und schlägt gleichzeitig einen Bogen in die eigene Historie. Denn: Mit dem Namen Meteor tritt das neue Modell das Erbe von einem anderen symbolträchtigen Royal Enfield-Motorrad aus dem Jahr 1952 an. Die Meteor der 1950er-Jahre war ein hochgelobtes Motorrad innerhalb der Royal Enfield Familie, das seinen guten Ruf über viele Jahre hinweg erworben hat. Die neue Meteor 350 wurde von Teams in Indien und Großbritannien entwickelt.
Single mit 20 PS

Die neue Royal Enfield Meteor 350 setzt auf einen 349 cm³ großen luftgekühlten Einzylinder mit Ausgleichswelle für mehr Laufkultur. Für den indischen Markt nennt der Hersteller eine Leistung von 20,4 PS und ein maximales Drehmoment von 27 Nm. Der hängt in einem konventionellen Stahlrohrrahmen mit 41er-Telegabel und 130 Millimeter Federweg vorn und Stereo-Federbeinen hinten. Geschaltet wird per Fünfgang-Getriebe.

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Vorne dreht sich ein 19-Zoll-Gussrad mit einer 300er-Bremsscheibe. Hinten hängt eine 270er-Disc an einem 17-Zoll-Rad. 765 Millimeter beträgt die Sitzhöhe auf der leicht gestuften Bank hinter dem 20 Liter fassenden Tank. Das Trockengewicht gibt Royal Enfield mit 191 Kilogramm an. Während am vorderen Halogenscheinwerfer nur das Tagfahrlicht auf LED-Technik setzt, ist das Rücklicht komplett LED-bestückt.

Im Cockpit finden sich zwei Rundinstrumente die ihre Anzeigen in einem Mix aus Analog- und LC-Display aufbereiten. Serienmäßig an Bord sind in Indien ein Navigationssystem und eine USB-Ladesteckdose. Das Indien-Angebot umfasst die drei Varianten Fireball, Stellar und Supernova. Die Preise starten in Indien ab umgerechnet rund 2.000 Euro.

Der Europa-Launch der Royal Enfield Meteor 350 erfolgt voraussichtlich im ersten Quartal 2021. Infos zur Europa-Konfiguration und den Europa-Preisen gibt es Anfang Dezember 2020.

Die neue Meteor 350 wird in Europa die Nachfolge der alten 500er-Modelle antreten. Trotz der modernisierten Ausstattung bleibt auch die neue Meteor 350 dem klassischen Anspruch gerecht.

 


 

ROYAL ENFIELD - der Name einer Legende. Ein Name, der wie kein anderer für ununterbrochene Tradition steht. ROYAL ENFIELD ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der seelenlosen Massenproduktion. Ein Motorrad, das so wunderbar gegen den Strom der mit komplizierter Elektronik überladenen und mit Plastik verkleideten Hightech-Bikes anschwimmt.

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Fuel Royal "Rally" 400 Custom Bike von Fuel Bespoke Motorcycles aus Barcelona

Royald Enfield Continental GT 650 und Royal Enfield Interceptor INT 650

Hierzulande genießt der indische Zweiradgigant bislang Exotenstatus, aber das könnte sich in Zukunft ändern: Royald Enfield Continental GT 650 und Royal Enfield Interceptor INT 650 rollen mit einem neu konstruierten, luftgekühlten 650-Kubik Reihenzweizylinder an. 47 PS A2-tauglich, bildhübsch, bezahlbar.

Die EICMA markiert für den traditionsreichen Hersteller mit englischen Wurzeln ein wichtiges Kapitel in der Firmengeschichte, und zwar sowohl im Hinblick auf den riesigen, und stetig weiter wachsenden heimischen Markt (in dem man derzeit monatlich 70.000 Einheiten der 350er und 500er baut!), wie auch für die globalen Expansionspläne. Dort bietet man solventen Käufern mit den neuen 650er Modellen ungekannt große, schnelle, prestigeträchtige Maschinen; hier hieven Royal Enfield Continental GT 650 und Royal Enfield Interceptor INT 650 ihren Hersteller aus dem Nischendasein als Exporteur charmanter, aber leistungsschwacher Einzylinderbikes heraus und mitten hinein ins Segment der Mittelklasse-Retros.

Konstruiert wurden die Maschinen im neuen Forschungszentrum im englischen Bruntingthorpe unter Führung von Simon Warburton, dem früheren Entwicklungschef von Triumph – Hoffnungen in astreines Fahrverhalten sind also durchaus angebracht.

Auf der Eicma hat Royal Enfield zwei neue Motorräder präsentiert: die Royal Enfield Interceptor 650 und die Royal Continental GT 650.

Die harten Fakten zum neuen Motor:

  • Reihenzweizylinder, 648 cm³
  • Luft/Ölkühlung
  • 270 Grad Hubzapfenversatz
  • Vierventiltechnik, einzelne obenliegende Nockenwelle
  • Bohrungs-Hubverhältnis: 78mm x 67,8mm
  • Verdichtung: 9,5 zu 1
  • Sechsganggetriebe, Antihoppingkupplung
  • CDI-Zündung, Bosch-Einspritzung
  • 47 PS bei 7.250/min, 52 Nm bei 5.250/min

 

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GT als Café-Racer und INT als Roadster

Verwendung findet dieser Motor in zwei Retromaschinen, deren Linienführung zeitlos klassischer nicht sein könnte. Wir urteilen ungern über Styling, in diesem Falle sei allerdings festgehalten: Das Design ist Royal Enfield offensichtlich leicht von der Hand gegangen. Verwundern muss das nicht, baut man in Chennai mit der Bullet 500 doch im Prinzip seit einigen Jahrzehnten das gleiche Motorrad. Technisch teilen sich beide Neuen die gleiche Basis: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, 18 Zoll-Räder mit 100/90er Reifen vorn und 130/70er Pneus hinten (Pirelli Phantom Sportcomp Bereifung), 1.398 Millimeter Radstand, 198 bis 202 Kilogramm Trockengewicht, 320 Millimeter Einzelscheibenbremse vorne, 240er Disc hinten, ABS ist Serienausstattung. Die Bremskomponenten stammen von der Brembo-Tochter Bybre, die unter anderem auch KTM beliefert. Die 41er Telegabel arbeitet mit einem Federweg von 110 mm, die Stereofederbeine hinten kommen auf 88 mm Federweg.

Die Royal Enfield Continental GT 650 mit einer Sitzhöhe von 793 mm empfiehlt sich für Liebhaber des Cafe-Racer Looks, während die Royal Enfield Interceptor INT 650 (Sitzhöhe: 804 mm) einen klassischen Roadster mit höherem Lenker und durchgängiger Sitzbank darstellt. Offizielle Angaben zum Verkaufspreis liegen uns derzeit noch nicht vor, angesichts der Produktion in Indien und der zu erwartenden enormen Stückzahlen im dortigen Markt erscheint ein höchst konkurrenzfähiger Marktpreis.

Test der neuen Continental GT 650 und deren Schwestermodell Interceptor 650.

Fangen wir mit der Interceptor an. Die preist Enfield selbst als Roadster an, der hohe, breite Lenker samt angeschraubter Mittelstrebe vermittelt aber schon fast Scrambler-Feeling. Bequem ist das auf jeden Fall, weil nicht nur das Lenkrohr griffgünstig liegt, sondern weil auch die Rasten recht tief platziert wurden und die Knie so wie von selbst ihren Platz am Tank finden. Sonor und gleichmäßig blubbernd schreitet der per 270 Grad Hubzapfenversatz der Kurbelwelle auf Charakter getrimmt, luft-ölgekühlte Twin zur Tat. Er entpuppt sich schnell als gleichmäßiger Dreher, der bereits bis 2.500/min mehr als 80 Prozent seines Drehmomentmaximums von 52 Nm liefert. Und da an der Kurbelwelle nicht das letzte Gramm gespart wurde, schiebt der Twin in allen Gängen ab 2.000/min verschluckfrei an, dreht bei Bedarf recht flockig oben raus, bis ihn der Begrenzer bei knapp über 7.000 Touren stoppt. Die Kupplung trennt bei Schaltvorgängen präzise, klar – aber nur mit etwas Nachdruck – flutschen die Gänge durchs Getriebe. Nicht klassenüblich, aber gerne genommen: Die serienmäßige Anti-Hopping-Kupplung erlaubt sportliches Runterschalten ohne Rutscher, kappt Lastspitzen wirkungsvoll.

Seinen Wohlfühlbereich hat der Motor aber klar in der Mitte, wobei er nicht mit überschäumendem Temperament glänzt, sondern als locker beherrschbarer, sanft und umgänglich agierender Motor Einsteigern wie alten Hasen das Leben leicht macht. Dazu trägt auch das Fahrwerk bei. Zwar dürfte die Gabel etwas feiner Ansprechen, was wahrscheinlich den wenigen Kilometern der Testmotorräder geschuldet ist, insgesamt erledigt das Front und Heck ihren Job aber gut, führen die schmalen 18-Zoll-Räder sicher. Kleine Minuspunkte gibt´s allenfalls für die Geradeauslaufstabilität. Bei flottem Tempo neigt die Interceptor bei Anregungen leicht zum Pendeln.

Das meistert die Continental GT 650 besser. Bedingt durch die Stummellenker und die weiter oben sowie hinten angebrachten Rasten liegt bei ihr mit einem Fahrer belastet einfach mehr Gewicht auf der Front. Das sorgt zudem dafür, dass das Feedback vom Vorderreifen spürbar klarer ausfällt, man noch ein bisschen enger und knackiger mit ihr um die Kurven sticht. Und da die Continental klar später als die Interceptor mit den Rasten über den Boden schrabbelt, darf´s mit ihr auch etwas schräger zugegen.

Ansonsten gilt für die GT das gleiche wie für die Roadster – bis auf die Tanks, die Lenker und die Fußrasten-Position gleichen sich die beiden Motorräder ja auch wie Zwillinge.

Beide treffen als Retro-Fahrmaschinen den Zeitgeist, ohne das wirklich zu wollen, schließlich sehen einfach alle Motorräder von Enfield sehr klassisch aus. Außer einem ABS gibt es keine Fahrassistenzsysteme, Runduhren informieren per feiner Zeiger über Geschwindigkeit und Drehzahlmesser. Purer können Motorräder aktuell nicht sein. Wobei der luft-ölgekühlte Twin als Neuentwicklung jetzt schon für die kommende Euro-5-Abgasnorm entwickelt wurde, technisch also up-to-Date ist.

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